Schlagwort-Archiv: Design

Laden_Grafik_Kunst

24 kleine Läden – Ladentürchen Nr. 22

Mit einem appetitlichen Stück Müller-Thurgau in der Tasche verlasse ich die Käsemaus in der Schulstraße, wende mich kurz nach rechts und stehe vor einem ausgesprochen blickfangreichen Schaufenster. Wow, das ist ja mal ein tolles Küchenbüffet, denke ich beim Hineinblinzeln durch die Scheibe. Voll der 50er Retro-Style. Was es dort sonst wohl noch gibt… Es sieht interessant aus dadrinnen, aber so richtig einordnen kann ich es nicht.

Mir fällt ein, was ich auf meinen Streifzügen durch kleine Läden häufiger hörte: Nicht selten stehen Menschen vor den Fenstern, schauen interessiert hierhin und dorthin, und gehen dann doch weiter. Als wäre da eine Hemmschwelle, die sie daran hindert, einfach hineinzugehen und sich umzuschauen. Warum eigentlich? Kurzentschlossen drücke ich gegen die Eingangstür – und kann nur sagen: Das war eine richtig gute Idee! Weiterlesen

Clara Niggl

24 kleine Läden – Ladentürchen Nr. 19

In der Adventszeit liebe ich es, noch ein bisschen durch die Dämmerung zu laufen und in die hell erleuchteten Schaufenster zu schauen. Gerne gehe ich die Rumfordstraße entlang, an der Kreuzung zum Viktualienmarkt bleibe ich immer einen Moment stehen und schaue hinüber zu Clara Niggl. Die alten, geschwungenen Werbeinschriften „Damenwäsche. Strümpfe“ auf der einen Seite, „Alles für den Herrn“ auf der anderen, sind so schön nostalgisch. Mitten im szenigen Gärtnerplatzviertel wirkt das kleine Modeatelier am Eck anziehend und heimelig auf mich. Weiterlesen

siebenmachen

24 kleine Läden – Ladentürchen Nr.1

Mit Sabine Puchner fing im Grunde alles an. Auf dem Märchenbazar hatte ich 2019 ihre wunderbaren Holzpostkarten entdeckt. Auf dünnes Pappelholz appliziert die Künstlerin ihre außergewöhnlichen Fotomotive, die sie auf der Straße entdeckt. Graffitis, Straßenpflaster, Fliesen aus Lissabon oder andere „zufällige Arrangements des Moments“, wie sie selbst ihre Fundstücke nennt. Jeder ihrer Hocker, Schemel, und Holzschachteln, die sie auf Flohmärkten findet, ist ein Unikat. Von ihr selbst restauriert und mithilfe von Transfertechnik mit Acryl bedruckt. Sogar die Tapete ihres eigenen Kinderzimmers, die beim Renovieren wieder zum Vorschein kam, hat die leidenschaftliche Fotografin und Handwerkerin bereits verwertet.

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